Stadt Dortmund für mehr Schutzlosigkeit

Ein neuer Standort für einen Straßenstrich in Dortmund wurde bisher trotz des Urteils des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen im März nicht eingerichtet. Stattdessen droht nun der Beratungsstelle KOBER, die seit der Schließung des Straßenstrichs im Mai 2011 die dadurch illegalisierten Sexarbeiterinnen in Dortmunds Nordstadt weiterhin unterstützt, das Ende: Ab Januar 2014 sollen keine städtischen Gelder mehr fließen.

Die Jagd auf die arbeitenden Frauen geht währenddessen, wie im September auch die Presse berichtete, in der Dortmunder Nordstadt weiter. Nach dem positiven Gerichtsurteil in Gelsenkirchen erklärte die Klägerin, die Sexarbeiterin Dany: Ich verstehe das alles nicht. … Wir Frauen wollen nur wieder einen guten Platz haben, an dem wir in Ruhe und einigermaßen geschützt arbeiten können – ein Platz mit Beratung, Alarmknopf und Boxen. Dortmund hat sich zuletzt allerdings immer für Schikanen und entwürdigende Bedingungen für die arbeitenden Frauen entschieden – und gegen ihre Sicherheit.

In einem offenen Brief fordern mehrere Initiativen und Einzelpersonen die Stadt Dortmund auf, die Prostituierten-Beratungsstelle KOBER weiterhin im bisherigen Umfang finanziell zu unterstützen: Die Streichung der städtischen Mittel bedeutet den Wegfall der Stellen von zwei Sozialarbeiterinnen und einer Sprachmittlerin. Die Dolmetscherin arbeitet zurzeit in der Erstbetreuung der Frauen aus Bulgarien.


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